Der Steuerbock Geschichte und Häsbeschreibung
In früheren Zeiten war es üblich, dass ein Viehzähler durch das Land zog um den Viehbestand, der heimischen Bevölkerung, zu erfassen nachdem sich dann die zu zahlenden Steuern ergaben. Um diese etwas zu erleichtern, entschloss sich eine Hailfinger Bäuerin kurzer Hand, einen Ziegenbock zu verstecken und schloss ihn im Schlafzimmer ein. Nachdem der Viehzähler seine Arbeit verrichtet hatte, stellte die Bäuerin fest, dass sie in ihrer Eile vergessen hatte das Schlafzimmerfenster zu schliessen. Diese Gelegenheit nutzte der Ziegenbock um, aus dem Fenster schauend, dem Viehzähler hinterher zu meckern. Ob der Viehzähler dies noch bemerkte und den Bock in seine Liste mit aufnahm, konnte nicht mehr geklärt werden. Der Steuerbock trägt einen weißen Anzug, besetzt mit viereckigen Fellstücken aus Ziegenfell. Seine Maske, in Form eines Ziegenbocks, ist aus Lindenholz geschnitzt. Um seinen Bauch trägt er einen einzelnen Glockengurt mit messingfarbenen Glocken deren klingen das „Klingen“ von Geld ( Steuern ) symbolisieren soll. In der Hand trägt er einen, ca. 40 cm langen, Stab aus Holz an dessen Ende ein Ochsenschweif befestigt ist, um damit die Zuschauer zu necken. Zu dem ganzen gehören noch braune Schuhe und braune, gestrickte Fingerhandschuhe.